Schleifpapier-Körnungen: Welche Zahl für welche Aufgabe steht
Vor dem Regal mit Schleifpapier entscheidet eine einzige Zahl über das Ergebnis: die Körnung. Wer sie richtig wählt, spart Zeit, Material und Nerven.
Was die Zahl bedeutet
Die Körnung gibt an, wie viele Schleifkörner pro Fläche auf dem Papier sitzen. Kleine Zahlen bedeuten grobe, aggressive Körner, große Zahlen feine Körner für glatte Oberflächen.
Eine 40er-Körnung reißt sichtbar Material weg, eine 240er poliert beinahe. Beide haben ihren Platz, nur eben nie an derselben Stelle des Arbeitsablaufs.
Die Bereiche im Überblick
- 40 bis 80: grober Abtrag, alte Farbe entfernen, Kanten brechen, Unebenheiten egalisieren
- 100 bis 150: Zwischenschliff, Flächen vorbereiten, Spachtelstellen angleichen
- 180 bis 240: Feinschliff vor dem Lackieren oder Ölen
- 280 bis 400: Zwischenschliff zwischen Lackschichten, sehr glatte Hölzer
- Ab 600: Nassschliff, Metallpolitur, Spezialaufgaben
- Faustregel: nie mehr als eine Stufe überspringen, sonst bleiben Kratzer sichtbar
Sortimente mit gemischten Körnungen für Holz, Metall und Lack, dazu Schleifklötze und Zubehör, führt https://navaris.com.de/ im Bereich Haushalt und Heimwerken.
Der klassische Dreisprung
Für die meisten Holzprojekte genügt die Folge 80, 120, 180. Erst die Fläche begradigen, dann die Riefen des Grobschliffs entfernen, zuletzt für die Oberflächenbehandlung glätten.
Vor dem Ölen von Möbeln lohnt ein letzter Gang mit 240er-Papier. Nach dem ersten Ölauftrag stellen sich Holzfasern auf, ein kurzer Zwischenschliff macht die Fläche seidig.
Papier, Gewebe oder Gitter
Klassisches Papier ist günstig und für Handarbeit völlig ausreichend. Gewebeunterlagen halten länger und verzeihen Knicke, Gitterstrukturen setzen sich langsamer zu und arbeiten staubärmer an der Maschine.
Mit oder ohne Klotz
Freihand schleifen rundet Kanten unfreiwillig ab und hinterlässt Wellen. Für ebene Flächen gehört das Papier um einen Schleifklotz aus Kork oder Kunststoff, nur bei Rundungen ist die freie Hand im Vorteil.
Sicherheit beim Schleifen
Schleifstaub gehört nicht in die Lunge: Bei größeren Arbeiten Maske tragen und den Raum lüften. Alte Lacke aus Altbauten können Schadstoffe enthalten und werden besser abgebeizt als trocken geschliffen.
Woran man verbrauchtes Papier erkennt
Wenn das Papier glänzt, sich zusetzt oder mehr rutscht als greift, ist es fertig. Mit stumpfem Papier weiterzudrücken erhitzt nur das Werkstück und kostet doppelt Zeit.
Fazit
Grob beginnt, fein vollendet, und keine Stufe wird übersprungen: Mehr Theorie braucht es beim Schleifpapier nicht. Mit drei Körnungen im Schrank ist fast jedes Projekt im Haushalt abgedeckt.